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Josef Meinrad

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Am 21. April 1913 wurde der Schauspieler Josef Meinrad als Josef Moučka in Wien geboren. Seine letzten Jahre verbrachte der Publikumsliebling mit seiner Frau Germaine in Großgmain. Im Februar 1996 erlag der Publikumsliebling einem Krebsleiden und ist seither auf dem Großgmainer Friedhof neben seiner Frau († August 2006) begraben.

Alljährlich findet im August ein Festgottesdienst zum Gedenken an Josef Meinrad in der Marienwallfahrtskirche Großgmain statt.

 

Als viertes und jüngstes Kind eines Strassenbahnfahrers besuchte Josef Meinrad das Redemptoristen-Gymnasium bei Wiener Neustadt. Er wollte zuerst Priester werden, verließ das Internat jedoch 1929 und begann eine kaufmännische Ausbildung in einer Lackfabrik. Zeitgleich nahm Meinrad Unterricht an der Schauspielschule Kastranek und startete eine Karriere als Schauspieler.


Im Jahr 1930 trat er bei den Hans-Sachs-Festspielen in Korneuburg erstmals öffentlich auf, wo er sich bereits Josef Meinrad nannte. Trotz weiterer kleiner Theaterrollen legte er 1932 die kaufmännischen Lehrprüfungen ab und war noch 3 Jahre als Büropraktikant tätig. Nach mehreren Auftritten auf Kleinbühnen legte Josef Meinrad im Mai 1937 vor dem Ring der österreichischen Bühnenkünstler die Schauspielprüfung ab. Im Herbst 1939 erhielt Meinrad ein Engagement am Theater „Die Komödie". Über das Burgtheater kam er im Dezember 1940 ans Deutsche Theater in Metz, das als „Fronttheater" galt. Dort war Josef Meinrad bis September 1944 bei der Truppenbetreuung tätig.


Am 22. Oktober 1945 stand er in Wien wieder auf der Bühne. Als „Guter Gesell" war er im Juli 1947 bei den Salzburger Festspielen zu sehen. Im Oktober des selben Jahres trat er dem Ensemble des Burgtheaters bei, welchem er bis zu seinem 65. Geburtstag 1978 angehörte. In den Jahren von 1947 bis 1983 trat Josef Meinrad im Burgtheater in 195 Bühnenrollen auf. Berühmt wurde der Schauspieler als Darsteller der Nestroy- und Raimund-Charaktere. Neben zahlreichen Gastspielen war er in diesen Jahren fast alljährlich bei den Salzburger und Bregenzer Festspielen zu sehen. Seinen wahrscheinlich größten Erfolg auf der Bühne feierte Meinrad als Don Quichotte im Musical „Der Mann von La Mancha" von Dale Wasserman, das am 4. Jänner 1968 am Theater an der Wien in deutscher Version uraufgeführt wurde. Seit 1959 trug Josef Meinrad den Iffland-Ring, welchen er 1996 an Bruno Ganz weitergab. Seine Abschiedsvorstellung gab er am 12. Dezember 1983 in „Der Schwierige" von Hugo von Hofmannsthal. In der Bürgersaalkirche von München spielte der Schauspieler mit dem Monolog-Stück „Ich schweige nicht" als Pater Rupert Mayer im April 1987 das letzte mal vor Publikum.


Neben seinen erfolgreichen Theaterengagements spielte Meinrad auch verschiedene Rollen in Film und Fernsehen. Größerem Publikum wurde er vor allem durch seine Rolle als Oberst Böckel in den drei „Sissi-Filmen" mit Romy Schneider bekannt.

 

Auswahl der Filmographie:
1955: Sissi
1955: Don Giovanni
1956: Sissi - Die junge Kaiserin
1956: Die Trapp-Familie
1957: Sissi - Schicksalsjahre einer Kaiserin
1965: Don Quijote von der Mancha
1974: Der Räuber Hotzenplotz
1984: Die Fledermaus