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Tourismusverband Großgmain
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Marienwallfahrtskirche

 

Für viele Wallfahrer, Touristen und Kunstfreunde zählt die Großgmainer Marienwallfahrtskirche zu den bedeutenden Zielen auf ihrer Reise in die Salzburger Umgebung. Als eine der ältesten und kunstvollsten Wallfahrten des Salzburger Landes umgibt die Kirche der Gnadenmutter „auf der Gmain" eine besondere religiöse und auch kulturelle Ausstrahlung. Mit der aus dem Jahre 1395 stammenden "Schönen Madonna" und den großartigen gotischen Tafelbildern des Meisters von Großgmain aus dem Jahre 1499 hält die Marienkirche nicht nur einen Hingucker für ihre Gäste bereit.
Über Jahrhunderte pilgerten unzählige Menschen zur Wallfahrtskirche in den Schatten des sagenumwobenen Untersberges, um Segen und Hilfe zu erbitten. Die beiden Wundertafeln in der Marienkirche aus dem Jahr 1513 erzählen von den Gebetserhörungen durch die Fürsprache Marias. Das eigentliche Gnadenbild der „Schönen Madonna" aus der Zeit um 1400 zeigt Maria mit dem Jesuskind. Seit dem 15. Jahrhundert wird die Madonna aus Großgmain als wundertätig verehrt. Die Wallfahrer zu „Unserer Lieben Frau von der Gmain" kommen mit der Hoffnung, dass Maria keine ihrer Bitten abschlagen kann. Ihre gläubige Überzeugung bringen sie in dem bekannten Gebet des heiligen Bernhard zum Ausdruck.

 

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Geschichte

- 1136 wird die Kirche erstmals erwähnt. Erzbischof Konrad von Salzburg schenkt sie dem Augustinerchorherrenstift St. Zeno in Bad Reichenhall. Dort bleibt sie bis zur Auflösung des Stiftes 1806.
- 1400 kommt das Gnadenbild in die Kirche. Es ist eine Steingussmadonna, die 147 cm hoch ist und zum 'Typus der Schönen Madonnen gehört.
- 1495 entsteht die Krönung Mariens, die heute auf dem Aufsatz des Hochaltars steht. Sie stammt aus der Schule des Michael Pacher.
- 1499 wird der gotische Flügelaltar aufgestellt. Einige Bilder davon sind jetzt hinter dem Hochaltar angebracht. Sie gehören zu den bedeutendsten Kunstwerken der spätgotischen Malerei und sind der künstlerisch größte Schatz der Kirche.
- 1513 lässt Erzbischof Leonhard die zwei prächtigen Wundertafeln anfertigen, die in der Vorhalle und links vom Hochaltar zu sehen sind.
- 1693 wird am Kirchplatz die Brunnenmadonna aufgestellt. Sie hat als die große Himmelsfrau den Mond zu Füßen und die Sterne um ihr Haupt. Ein Zeichen der theologisch-astrologischen Weltsicht des Künstlers. Die Doppelgestalt symbolisiert, dass Maria die gnadenempfangende und die gnadenspendende Mutter ist.
- 1712 wird der Marmoraltar errichtet, der heute noch hinter dem Hochaltar steht,
- 1731 wird die gotische Kirche barockisiert und erhält ihr heutiges Aussehen mit barockem Hochaltar und Kanzel.
- 1807 wird Großgmain zur selbständigen Pfarre ernannt. 1845 wird eine Orgel eingebaut, die heute zu den besterhaltensten Orgeln des bekannten Orgelbauers Ludwig Moser gehört.
- 1987 umfassende Innenrestaurierung, wobei Hochaltar und Kanzel durch eine Generalsarnierung vor dem Verfall gerettet werden.