Plainburg
Die Plainburg - Stammburg der Grafen von Plain und Wahrzeichen von Grossgmain - ist eine der ältesten Burgruinen Österreichs und bietet einen grandiosen Blick auf Grossgmain und die umliegende Bergwelt. Von der ursprünglichen Anlage sind heu
te nur mehr die über 5 Meter hohen und durchschnittlich 1,45 Meter dicken Aussenmauern, der Innenhof und der Eingangsbereich mit dem Torhaus erhalten.
Nach einem kurzen Anstieg lädt die Aussichtsplattform zum Verweilen und Rasten über Grossgmain ein.
Noch bevor sich der Berg zum Sitz der Grafen von Plain wandelte, dient dieser Ort in der späten Bronzezeit - um 1200 v. Chr. - bereits als Begräbnisstädte der Kelten.
Der spätere Graf Werigand von Plain errichtet die Plainburg um 1100.
Als Plagien Castrum wird die Plainburg erstmals um das Jahr 1140 urkundlich erwähnt. Die Plainer Grafen erlangen als kaisertreue Reichmisteriale einige Berühmheit, als sie 1167 im Auftrag Kaiser Friedrich Barbarossas das erzbischöfliche Salzburg niederbrennen. Bis zu ihrem Untergang mit dem Tod von Otto II. und Konrad III im Jahr 1260 gilt die Plainburg als Stammburg der Plainer.
1292 geht die Plainburg von Grossgmain in den Besitz des Erzbistums Salzburg über. Fortan dient sie den Fürsterzbischöfen von Salzburg als Landfeste und Verteidigungsplatz der Salzhandelswege zwischen den Bad Reichenhaller Hallgrafen und Salzburg. In den Jahren von 1470 bis 1800 werden bauliche Veränderungen - vor allem militärischer Natur - an der Plainburg vorgenommen. Erzbischof Paris von Lodron restauriert die Burganlage 1620. Das Tor zwischen innerem und äußerem Burghof erhält sein heutiges gotisches Aussehen im Jahr 1674. Das Wappen über dem Tor stammt von Erzbischof Max Gandolf Freiherr von Kuenburg.
Der letzte Soldat verlässt im Jahr 1796 die Festung. Weder König Ludwig I. noch Fürst Otto von Bismarck können den damit eingeleiteten Zerfall der Plainburg aufhalten.
In den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts wird bei baulichen Sicherungsarbeiten am Torhaus das oberste Stockwerk abgetragen. Bei den Arbeiten entdeckt man das eingemauerte Skelett eines Kindes. Eine alte Sage erzählt von einem frühen Plain-Grafen, dem ein Kind geraubt wird. Bei einer Einladung von Wetzel von Glanegg wird ihm ein totes Kind zum Schmaus vorgesetzt. Nachdem der Graf es als sein eigenes erkennt, lässt er es in der Plainburg einmauern. Freilich muss diese Sage nicht unbedingt in Zusammenhang mit dem tatsächlich eingemauerten Kind stehen, denn Bauopfer waren im Mittelalter nicht ungewöhnlich.






