2026 steht ganz im Zeichen eines musikalischen Genies: Salzburg feiert den 270. Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart

Mit einem einzigartigen Jubiläumsprogramm. Konzerte, Sonderausstellungen, Stadtführungen und zahlreiche kulturelle Veranstaltungen laden dazu ein, Mozart und sein Werk neu zu entdecken. Das Jubiläumsjahr macht die Mozartstadt so erlebbar wie nie zuvor und rückt den Menschen, den Komponisten und sein bis heute lebendiges Vermächtnis in den Mittelpunkt.

 

War Mozart jemals in Großgmain?

Historische Quellen geben darauf keine Hinweise. Es gibt keinen belegten Besuch Wolfgang Amadeus Mozarts in Großgmain. Dennoch lohnt sich gerade im Mozartjahr ein Blick in unsere Region, denn hier begegnet man auf ganz besondere Weise der Zeit, in der Mozart lebte.

Großgmain bietet spannende Berührungspunkte mit dem 18. Jahrhundert und lädt dazu ein, das Salzburg der Mozartzeit auch außerhalb der Stadt zu entdecken.

Eine Orgel, die bereits zu Mozarts Zeiten erklang

Wer die Pfarr- und Wallfahrtskirche in Großgmain besucht, begegnet einem Instrument, dessen Geschichte weit zurückreicht. Bereits im 17. Jahrhundert befand sich hier eine Orgel. Zur Zeit Mozarts erklang somit bereits ein Vorgängerinstrument an dieser Stelle. Die heutige Orgel wurde zwar erst 1845 vom Salzburger Orgelbauer Ludwig Mooser errichtet, knüpft jedoch an eine jahrhundertelange Tradition an.

Mozart war nicht nur einer der bedeutendsten Komponisten der Musikgeschichte, sondern auch ein hervorragender Organist. Besonders in Salzburg spielte er regelmäßig die Orgel, etwa im Salzburger Dom. Zwar schrieb er nur wenige Werke speziell für dieses Instrument, doch seine Kirchenmusik wäre ohne den charakteristischen Orgelklang kaum denkbar. Seine berühmten Improvisationen auf der Orgel galten schon zu Lebzeiten als außergewöhnlich – leider wurden sie nie notiert und sind heute verloren.

Beim Klang der Großgmainer Orgel lässt sich deshalb leicht vorstellen, welche Musik Menschen vor rund 270 Jahren gehört haben könnten.

Häuser aus Mozarts Lebenszeit im Salzburger Freilichtmuseum

Nur wenige Minuten von Großgmain entfernt befindet sich das Salzburger Freilichtmuseum. Dort stehen zahlreiche original erhaltene Bauernhäuser, Wirtschaftsgebäude und Handwerksbetriebe, die bereits zur Lebenszeit Mozarts existierten.

Wer durch das Museum spaziert, taucht unmittelbar in jene Alltagswelt ein, die auch Mozart und seine Zeitgenossen kannten. Die historischen Gebäude vermitteln eindrucksvoll, wie Menschen im 18. Jahrhundert lebten, arbeiteten und wohnten – ein spannender Kontrast zum höfischen und musikalischen Leben Salzburgs.

Gerade im Mozartjahr erhält dieser Blick auf das ländliche Salzburg eine besondere Bedeutung: Während Mozart in den Konzertsälen und Kirchen musizierte, spielte sich das alltägliche Leben vieler Menschen genau in solchen Bauernhäusern ab.

Sonderführungen: Mozart und seine Zeit

Sonntag 26. Juli & Sonntag 16. August jeweils um 11:00 Uhr

Anlässlich des Mozartjahres bietet das Salzburger Freilichtmuseum an zwei Terminen spezielle Themenführungen an. Dabei erfahren Besucherinnen und Besucher, wie das Leben der Landbevölkerung zur Zeit Mozarts aussah, welche Musik damals erklang, welche Handwerksberufe das tägliche Leben prägten und welche Unterschiede zwischen Stadt und Land bestanden.

Die Führungen ergänzen das Jubiläumsprogramm in Salzburg um eine spannende Perspektive und zeigen, dass sich Mozarts Zeit weit über die Stadtgrenzen hinaus erleben lässt.

Während Wolfgang Amadeus – oder Amadé, wie er sich selbst meist unterschrieb – Mozart in den Städten die adeligen und bürgerlichen Eliten mit seinem Genie begeisterte und zum Star aufstieg, spielte sich der Alltag der meisten Menschen im Erzstift Salzburg im 18. Jahrhundert in ganz anderen Realitäten ab. Das Leben der Stadt- wie auch der Landbevölkerung war von knappen Ressourcen, schlechter Hygiene, schwerer körperlicher Arbeit, Abgaben an die Grundherrschaft, hoher Kindersterblichkeit und vielem anderem mehr bestimmt. Wie war also das Leben am Land zu Mozarts Zeiten? Ausgehend von dieser Frage wird im Rahmen dieser Sonderführung zunächst darauf eingegangen, was denn eigentlich das Salzburger Land, was das „Erzstift“ überhaupt war, und welche Gesellschaftsordnung im 18. Jahrhundert bestimmend für das Leben der Menschen war. Im Rahmen eines Rundganges durch verschiedene historische Gebäude der Dauerausstellung des Museums werden einerseits unterschiedliche Bauweisen und historische Wohnwelten anschaulich gemacht, es werden jedoch auch speziellere Fragen zur Sozial- und Alltagsgeschichte des 18. Jahrhunderts behandelt: Wie kleidete man sich in Stadt und Land, wie richtete man die Wohnungen ein und wie heizte und beleuchtete man sie? Welche Rollenbilder waren bestimmend für das Leben von Frauen und Männern, und welche Rolle spielte der Stand, in den man hineingeboren wurde? Anhand der ausgeprägten Reisetätigkeit der Familie Mozart wird auch die Mobilität der Zeitgenoss:innen – vom Handwerksburschen bis zu den Dienstbot:innen – in den Blick genommen. Was kostete es, Konzertreisen durch ganz Europa zu unternehmen? Wie hoch waren Mozarts Gagen im Vergleich zu den verschiedenen Verdienstmöglichkeiten seiner Zeitgenoss:innen? Welche vergnüglichen Möglichkeiten, sich die Zeit zu vertreiben gab es? Und was hatte es eigentlich mit der Perückenmode auf sich?

Salzburg feiert – Großgmain ergänzt das Erlebnis

Mozart 270 Logo
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Das offizielle Jubiläumsprogramm umfasst unter anderem die Mozartwoche 2026, Sonderausstellungen im Mozart-Wohnhaus, Konzerte im DomQuartier, Aufführungen im Salzburger Marionettentheater sowie zahlreiche Stadtführungen auf den Spuren Mozarts. Salzburg präsentiert sich dabei als lebendige Mozartstadt und lädt Besucher aus aller Welt ein, den Komponisten an seinen Originalschauplätzen zu entdecken.

Wer seinen Aufenthalt mit einem Ausflug nach Großgmain verbindet, entdeckt zusätzlich eine authentische Seite des Salzburgs des 18. Jahrhunderts: historische Baukultur, jahrhundertealte Kirchenmusik und das ländliche Leben, wie es Mozart gekannt haben könnte.

Unser Tipp

Verbinden Sie Ihren Besuch der Mozartstadt Salzburg mit einem Ausflug nach Großgmain. Lauschen Sie den Klängen der historischen Kirche, entdecken Sie die originalen Bauernhäuser im Salzburger Freilichtmuseum und erleben Sie, wie Geschichte, Musik und Kultur auch außerhalb der Stadt lebendig werden.

Denn auch wenn Mozart Großgmain vermutlich nie besucht hat, ist seine Zeit hier bis heute auf besondere Weise spürbar.

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Mozart Skulptur